Tätigkeitsschwerpunkt:

Pädophilie

Definition Pädophilie

Pädophilie ist eine sexuelle Präferenzstörung und klassifizierte psychische Störung. Pädophilie bedeutet, dass man sich sexuell zu Kindern mit einem vorpubertären Körperschema hingezogen fühlt. Körperlichen Merkmale sind beispielsweise fehlende Scham- und/ oder Achselbehaarung, kleine Genitalien, was meist auf Kinder bis ca. 11 Jahren zutrifft.  Menschen mit einer hebephilen Neigung empfinden das jugendliche (pubertäre) Körperschema als sexuell ansprechend. In diesem Alter sind die Geschlechtsteile beispielsweise schon leicht entwickelt und Brustansätze erkennbar.

Die Mehrzahl aller Betroffenen sind männlich. Sie machen ca. 1% der Bevölkerung aus - also in Deutschland ungefähr 250.000 bis 300.000 Betroffene.

Quelle: Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden"

 

Pädophilie findet seine medizinische Einordnung als psychischen Störung. Sie wird in der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD-10) von der Weltgesundheitsorganisation WHO als "Störung der Sexualpräferenz" klassifiziert. 

Pädophilie ist kein Synonym für Sexualstraftäter

Der Irrglaube, das "Pädos" immer Verbrecher seien, muss zwingend gesellschaftlich aufgelöst werden. Menschen mit pädophilen Neigungen KÖNNEN zu Straftätern werden, wenn sie eine strafbare Handlung begehen. So wie jede Person straffällig werden kann, wenn sie sich straffällig verhält.

Pädophilie Menschen verspüren in der Regel einen immensen Leidensdruck, da sie mit einer Sexualität leben, die sie nicht ausleben dürfen und in den meisten Fällen auch nicht ausleben wollen. Sie sind sich oftmals sehr stark darüber bewusst, welche moralischen und rechtlichen Problematiken mit ihrer Sexualität einher gehen und haben es gesellschaftlich besonders schwer, sich hierzu anderen Menschen anzuvertrauen. Die eigene Sexualität zu unterdrücken klingt einfacher als es tatsächlich ist und trotzdem ist es erforderlich, um ein "normales" Leben führen zu können.

Das Präventionsnetzwerk der Charité Berlin "Kein Täter werden" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit pädophilen Neigungen aufzufangen bevor oder gerade wenn der Leidensdruck unerträglich wird. 

Anwaltliche Tätigkeit

Gerade weil die Stigmatisierung, sexuelle Präferenzstörungen und tatsächliches Straffälligwerden so eng beieinanderliegen, hat es sich die Rechtsanwältin zur Aufgabe gemacht, sich in diesem Fachbereich besonders fortzubilden.

Ganz gleich ob aus Präventionsgründen oder im Fall einer tatsächlichen Strafverfolgung, stehen wir Ihnen zur Seite. Wir können Sie bei Bedarf gezielt an das Präventionsnetzwerk vermitteln oder Sie im Worst Case bei (vermeintlich) ausgelebter Pädophilie verteidigen und/oder entsprechende Therapeuten empfehlen (Stichwort: Kinderpornographie oder Kindesmissbrauch).

Wir wissen, wie sensibel diese Thematik ist. Bei uns können Sie ehrlich und angstbefreit sein. Die Rechtsanwältin steht dem Präventionsnetzwerk der Berliner Charité "Kein Täter werden" beratend zur Seite.

Ein nennenswerter Fokus der Kanzlei liegt auf Betreuung von Verfahren bei Maßregelverfahren der forensischen Psychiatrie nach § 126a StPO und § 63 StGB - sei es im Ermittlungsverfahren, Hauptverfahren, die Kontrolle durch Rechtsmittel oder die strafvollzugsrechtlichen Überprüfungen nach § 67e StGB. Insbesondere für den Fachbereich der Pädophilie.


Sind Sie zusätzlich möglicherweise introvertierter oder schüchtern? Haben Sie mit social anxiety zu kämpfen? Dann kann die Kommunikation mit einem Anwalt eine besondere Herausforderung darstellen. Wir sehen Ihre Bedürfnisse und bieten auf Anfrage einen rein schriftlichen Austausch an. 

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