Klientin gibt an, missbraucht worden zu sein

Sind Sie Sozialarbeitende und betreuen eine Person, die von körperlicher oder sexualisierter Gewalt betroffen ist?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir helfen Ihnen weiter.

Handlungsempfehlungen

1. Ruhe bewahren. Zugang finden. Hilfe anbieten. 

2. Einwirkung auf die Klientin vermeiden - um den Vorwurf einer Beeinflussung im Strafverfahren ausschließen zu können, dokumentieren Sie das Gespräch. Hören Sie der Klientin zu ohne auf sie einzuwirken:
- keine Einordnung des Sachverhaltens (Beispiel: "Du wurdest vergewaltigt.")
- keine Beeinflussung zur Anzeigenerstattung (Beispiel: "Das müssen wir auf jeden Fall anzeigen.")
- keine Einwirkung auf die Erinnerungen und Wahrnehmungen (Beispiel: "Das lief doch bestimmt so und so ab.", "Du wolltest das bestimmt nicht.", "Du hast doch bestimmt das und das gemacht.")
- keine Schuldzuweisungen - weder der Klientin gegenüber, noch dem Täter (sie soll keine "Rollenverteilung" durch Dritte übernehmen)

3. Hilfe suchen
- Weißer Ring eV in eurer Stadt
- mit dem Beratungsscheck vom Weißen Ring einen Termin bei mir vereinbaren

4. Wir sprechen im Termin über alle Unsicherheiten, Fragen und Einschätzungen. Wir sprechen auch über Kosten und mögliche Kostenhilfen!